TEAM ZUKUNFT BJV
- Wald mit Wild

Aktuelles

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NÄCHSTE VIDEO-KONFERENZ AM 06.12.2020 UM 19:00 UHR

Aufgrund des großen Erfolges der bisher von uns durchgeführten 21 Videokonferenzen bietet TEAM ZUKUNFT BJV weiterhin wöchentlich Videokonferenzen an und schickt den Kreisgruppen-Vorsitzenden jeweils vorab den entsprechenden Link zur Einwahl. 

Die nächste Video-Konferenz am 6. Dezember 2020 ab 19:00 Uhr findet zum Schwerpunkt-Thema "Situation des Niederwildes" statt. Darüber hinaus werden aber natürlich wieder aktuelle Fragen aus der Arbeit der Kreisgruppen Gegenstand der Diskussion sein.

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GLEICHGESTELLTE PRÜFUNG IN DER DISKUSSION  

In nebenstehendem Instagram-Post der Bayerischen Staatsforsten hieß es unter dem Bild einer Steingeiß: "Egal ob "#Gämse", "Gemse", "#Gamswild" oder "Krickelwild" - hinter all diesen Namen steckt ein Tier: die #Gams. Zu finden ist sie im #Alpenraum und in den europäischen Hoch- und Mittelgebirgen. In Deutschland ist das Gamswild bei uns in den Bayerischen Staatsforsten am weitesten verbreitet."

Wir nehmen dies zum Anlass, zu thematisieren, dass gemäß § 16 der bayerischen Verordnung über die Jäger- und Falknerprüfung (Jäger- und Falknerprüfungsordnung - JFPO) als bestandene Jägerprüfung gelten: 

1. die bestandene Diplomvorprüfung über das Studium der Forstwissenschaft an einer deutschen Universität oder die bestandene Bachelorprüfung im Studiengang Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement an der Technischen Universität München mit zusätzlich bestandener schriftlicher Prüfung im Fach Jagdkunde und bestandener Prüfung im jagdlichen Schießen einschließlich Handhabung der Waffen im Rahmen des Bachelorstudiengangs Forstwissenschaft und Ressourcemanagement an der Technischen Universität München, oder
2. die bestandene Abschlussprüfung im Fach Jagdlehre an der Fachhochschule Weihenstephan – Fakultät Wald und Forstwirtschaft – einschließlich ausreichender Leistungen in der mündlichen Prüfung im Fach Jagdlehre sowie dem Nachweis der nach dieser Verordnung geforderten ausreichenden Leistungen im Schießen und der Waffenhandhabung, oder
3. die bestandenen Prüfungen in den Fächern Jagdlehre und Vorbereitung auf die Jägerprüfung einschließlich des schriftlichen, mündlichen und praktischen Teils der Jagdprüfung an der Bayerischen Technikerschule für Waldwirtschaft in Lohr a. Main, wenn das erste Schuljahr erfolgreich absolviert wurde. 

Mit dem so erworbenen Jagdschein sind weitreichende Rechte, z.B. zur Erlegung von Wildtieren, aber insbesondere auch bezogen auf den Waffenbesitz verbunden. Solche Privilegien werden immer wieder öffentlich massiv kritisiert. Vor diesem Hintergrund sollten jagdliche Kenntnisse und der sichere Waffenumgang in einer im staatlichen Auftrag durchgeführten unabhängigen Prüfung nachzuweisen sein.

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HÖHERE STAATLICHE FÖRDERUNG FÜR ASP-BEKÄMPFUNG

Zur Vorbeugung und zum Schutz der Hausschweine-Bestände vor der Afrikanischen Schweinepest sind Maßnahmen notwendig, die der Früherkennung des Eintrages dieser Tierseuche in den Schwarzwildbestand und der Reduzierung des Schwarzwildbestandes dienen, um mögliche Infektionswege auszuschließen. Zur Entschädigung des Mehraufwandes für jagdliche Maßnahmen zur Reduzierung des Schwarzwildbestandes, der Früherkennung und biosicheren Entsorgung von Schwarzwild-Tierkörpern ist eine finanzielle Unterstützung in Form von Aufwandsentschädigungen sinnvoll.

TEAM ZUKUNFT BJV befürwortet die bis Ende des Jagdjahres befristete Erhöhung der Aufwandsentschädigung 

von bisher 20,00 Euro pro Tier auf 70,00 Euro pro Tier, 

um den durch das Corona-Virus erschwerten Bedingungen Rechnung zu tragen.

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CORONA-REGELN FÜR DIE JAGD IM NOVEMBER 2020  

Gemäß der aktuellen Infektionsschutz-Verordnung gilt im November 2020 in Bayern für die Jagd Folgendes (Stand 9.11.2020):

Jagen und Arbeiten im Jagdrevier einschließlich Hochsitzbau, etc. sind allein, mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt höchstens zehn Personen nicht überschritten wird, zulässig. Einzeljagd bleibt also wie im Frühjahr 2020 erlaubt.

Die jagdliche Ausbildung und die Jägerprüfung sind unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln weiter möglich.

Schießstände können im November 2020 mit Genehmigung der örtlichen Kreisverwaltungsbehörde für jagdlichtes Übungsschießen und das Einschießen von Jagdwaffen auf Antrag geöffnet bleiben.

In Bayern gilt ein generelles Veranstaltungsverbot, darunter fallen grundsätzlich auch Bewegungsjagden (§ 5 der 8. BayIfSMV). Es können aber Ausnahmegenehmigungen von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde (untere Infektionsschutzbehörde) erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist (§ 5 Satz 2 der 8. BayIfSMV). Um den Vollzug zu erleichtern und insbesondere die Bejagung von Schwarzwild mit den dringend notwendigen Bewegungsjagden zu ermöglichen, haben das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gemeinsame Vollzugshinweise erlassen. 

Gemeinsame Vollzugshinweise Bewegungsjagden

Für die Revierinhaber, die eine Bewegungsjagd durchführen wollen, steht ein Musterantrag der Ministerien bereit, der zur Beantragung der Ausnahmegenehmigung bei der örtlich zuständigen Infektionsschutzbehörde verwendet werden kann.

Musterantrag

Bewegungsjagden als effektive und tierschutzgerechte Jagdmethode stellen ein unabdingbares Regulationsinstrument der Schwarzwildpopulation und damit der zwingend nötigen Prävention eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) dar. Das „Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Reduktion von Schwarzwild“, das Frau Staatsministerin Michaela Kaniber im März 2020 erlassen hat, stellt dies deutlich heraus. Zudem hat der ASP-Fall in Sachsen am 31.10.2020 gezeigt, dass sich die Lage noch weiter zugespitzt hat und die ASP nun auch in einem an Bayern angrenzenden Bundesland ausgebrochen ist. Auch zur Vermeidung unnötigen Tierleids sind umfassende Maßnahmen zur Abwendung dieser Tierseuche dringend notwendig. 
Anlässlich der Schwarzwildjagd darf angesichts der notwendigen Erfüllung der behördlichen Abschusspläne auch abschussplanpflichtiges Schalenwild erlegt werden. Zulässig ohne gesonderte Genehmigung durch die Infektionsschutzbehörde sind Bewegungsjagden mit Teilnehmenden, für die die Jagdausübung zur Berufsausübung gehört oder eine Dienstpflicht darstellt (§ 3 Abs. 3 der 8. BayIfSMV). Angesichts der dynamischen Entwicklung sind die Maßgaben der 8. BayIfSMV, ggf. darüber hinausgehende regionale Regelungen sowie das jeweilige Hygienekonzept konsequent einzuhalten. Auch bei Bewegungsjagden gilt selbstverständlich das Prinzip der Umsicht, Vorsicht und Solidarität.

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GEFÄLSCHTE DANKSAGUNG IM BJV-FACEBOOK

Mit einer gefälschten Danksagung haben bisher Unbekannte auf der BJV-Facebook-Seite versucht, Einfluss auf die Landesversammlung und die dort vorgesehenen Neuwahlen zu nehmen. Für viele Mitarbeiter völlig überraschend war dort zu lesen, die Mitarbeiter des BJV würden sich bei bestimmten Personen für deren Arbeit bedanken. Eine Rückfrage beim BJV ergab, dass die Angelegenheit noch nicht aufgeklärt sei; Zugriff auf die Facebook-Seite hätten allerdings nur 2 Personen.

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Ernst Weidenbusch Kandidat für das Präsidentenamt

TEAM ZUKUNFT BJV arbeitet für eine waidgerechte Jagd, wir möchten der Natur und den Wildtieren Raum lassen und stellen uns denen entgegen, die Wild als Schädlinge bekämpfen wollen. Das tun wir von Anfang an als Team, damit im neuen Präsidium des BJV Jägerinnen und Jäger jeden Alters und aus ganz Bayern vertreten sind und im Interesse der Jagd gedeihlich zusammenarbeiten können. 

Weil wir überzeugt sind, dass sich der Bayerische Jagdverband kompetent, durchsetzungsstark und zukunftsfähig aufstellen muss, um im Dialog mit Partnern und Politik Lösungen umzusetzen, stellen wir uns zur Wahl. „Um dieses Ziel zukünftig zu erreichen, braucht es an der Spitze eine authentische Persönlichkeit, von unbestrittener Kompetenz, vernetzt und bodenständig, kommunikativ und verbindlich, aber eben auch konfliktfähig, wenn es sein muss. Wir haben so jemanden in unseren Reihen, er wollte sich ursprünglich auf die Rolle des Justiziars beschränken. In der jetzigen schwierigen Lage des Verbandes ist er bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Wir alle im TEAM ZUKUNFT BJV sind begeistert, dass Ernst Weidenbusch zum Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes kandidieren wird.“ so Roland Weigert.

Ernst Weidenbusch (57) ist Rechtsanwalt und langjähriger Abgeordneter des Bayerischen Landtags. Der ausgewiesene Finanz- und Rechtsexperte hat als verantwortlicher Verhandlungsführer in Sachen Hypo Alpe Adria erfolgreich die Milliarden-Zahlungen Österreichs an Bayern ausgehandelt und wurde u.a. dafür von der Staatsregierung mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Er gilt nicht nur als äußerst meinungs- und verhandlungsstark, sondern auch als ausgesprochen pragmatisch und lösungsorientiert. Als Landrat-Stellvertreter ist er profunder Kenner von Verwaltungshandeln, z.B. der Unteren Jagdbehörde. Mit seiner Frau Claudia und dem Griffon-Rüden „Finzi“ lebt er in der Nähe von Salmdorf im Landkreis München; beide sind leidenschaftliche Jäger (Jagdaufseher), passionierte Fliegen-Fischer und Falkner. 

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Stellungnahme zum Entwurf der Bundesjagdgesetz-Novelle
  

ZUSAMMENFASSUNG 

 


Wir müssen allen bayerischen Bundestags-Abgeordneten, Mitgliedern der Bundesregierung und der Bayerischen Staatsregierung deutlich machen, dass für uns bayerische Jäger 

  1. die Aufnahme jeglicher Verjüngung des Waldes ohne Schutzmaßnahmen als Ziel,
  2. die Einführung eines Mindestabschuss-Korridors und
  3. die Bewertung des Rehwildes als Schadwild

 

nicht akzeptabel sind und deshalb diese Punkte nicht Gesetz werden dürfen. 

Ernst Weidenbusch, Roland Weigert & Robert Pollner


IM EINZELNEN:

§ 1 Inhalt des Jagdrechts
  
Die Einfügung in § 1, dass die Hege insbesondere die Verjüngung des Waldes im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen soll, lehnen wir ab. Das bedeutet nämlich nichts anderes, als dass der Grundsatz „Wald vor Wild“ jetzt in "Wald ohne Wild" verschärft werden soll. 
  
§ 15 Allgemeines - Jagdschein
  
Eine bundesweite Vereinheitlichung der Jägerausbildung auf höherem Niveau mit der Möglichkeit, in Bayern noch ein bisschen mehr zu verlangen, begrüßen wir. 
  
Die Einführung eines verpflichtenden Schießübungsnachweises als Voraussetzung für die Teilnahme an einer Gesellschaftsjagd erachten wir als diskussionswürdig. Soweit dies nicht zu einer Wiederholung der Schießprüfung führt (kein Treffernachweis) und auf 25 Schuß Schrot bzw. 10 Schuß Kugel beschränkt bleibt (so im Gesetzesentwurf erläutert unter Ziffer 4. Erfüllungsaufwand), könnten wir uns das eventuell vorstellen. 
  
§ 17 Versagung des Jagdscheines
  
Die Erhöhung der Haftpflicht-Mindestsumme auf 5 Mio. Euro ist unproblematisch, da dies bereits jetzt Standard bei den Versicherungen ist. 
  
Abschnitt IV a – Anforderungen an das Erlegen mit Schusswaffen
  
Kein bayerischer Jäger wird darauf bestehen, mit Blei-Geschossen zu jagen, wenn es Alternativen mit zuverlässiger Tötungswirkung gibt. Diesen Nachweis nennt der Entwurf als Voraussetzung für eine Umstellung. Nachdem bestehende Munitionsvorräte in jedem Fall aufgebraucht werden dürfen, sind vorhandene Patronen auch nicht plötzlich wertlos. 
  
Die Umstellung von Mindestkaliber und Mindest-Auftreffenergie des Geschosses auf die Mindest-Energieabgabe innerhalb des Wildkörpers begrüßen wir, weil diese Methodik der jagdlichen Realität deutlich mehr entspricht. 
  
§ 21 Abschußregelung
  
Die Einfügung „und die Ermöglichung einer Verjüngung im Wald im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen“ als Maßgabe für die Abschussplanung lehnen wir kategorisch ab. Diese „Wald ohne Wild“-Philosophie hat in einem Jagdgesetz nichts zu suchen, es ist der untaugliche Versuch, das Wild für die Fehler der Forstwirtschaft verantwortlich zu machen und uns Jäger zu Schädlingsbekämpfern zu degradieren. 
  
Ein Korridor für den Abschuss von Rehwild mit Festlegung und Durchsetzung durch die Behörde auf der Grundlage des Vegetationsgutachtens kommt für uns nicht in Frage; die Gleichsetzung von Rehwild mit Schwarzwild als Schadwild ist ein unerträglicher Angriff auf die deutsche Waidgerechtigkeit. 
  
§ 27 Verhinderung übermäßigen Wildschadens
  
Auch den dritten Versuch, durch die Einfügung „sowie die Erfordernisse einer Verjüngung des Waldes im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen“ den Grundsatz „Wald ohne Wild“ ins Bundesjagdgesetz zu schreiben, lehnen wir ab. 

TEAM ZUKUNFT BJV bringt die Interessen der bayerischen Jäger kraftvoll in die Diskussion ein; wir sprechen mit den Leuten, die bei dieser Reform wirklich etwas zu sagen haben.  

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Sebastian Ziegler erwirkt Zusage des Ministeriums: Rebhuhn bleibt jagbar!

Aufgrund seiner Iniative bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat Sebastian Ziegler (TEAM ZUKUNFT BJV) vom Ministerium schriftlich bestätigt bekommen, "dass es im Rahmen der derzeitigen Novellierung des BJagdG nicht die Absicht des BMEL ist, ein bundesweites Bejagungsverbot des Rebhuhns oder eine Herausnahme aus dem Jagdrecht zu erwirken." Besonders gut gefallen hat uns natürlich die Begründung dazu: "Solange das Rebhuhn als jagbare Art erhalten bleibt, profitiert es von den vielseitigen Hegemaßnahmen durch die Jägerschaft. Hierzu gehört neben der Lebensraumverbesserung auch eine angemessene Prädatorenbejagung."

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Projekt "Adlerfutter" von BaySF und LBV

Wie erst durch eine Pressemitteilung bekannt wurde, haben die Staatsforsten und der LBV eine Vereinbarung getroffen, demzufolge auf BaySF-Gebiet erlegtes Wild teilweise als Adler- und Bartgeierfutter verwertet werden sollte. Wir haben bei Ministerium und Generalstaatsanwaltschaft sofort darauf hingewiesen, dass nur eine ordnungsgemäße Jagd die Erlegung eines Wildtieres erlaubt. Die Vor-Ort-Gewinnung von Vogelfutter gehört nicht dazu!

Denn: Was erlegt wird, muss geborgen und in die Wildkammer verbracht werden. Danach können die BaySF nicht verwertbare Teile geschossener Wildtiere - soweit gesetzlich zulässig - wieder an den Erlegungsort verbringen.