TEAM ZUKUNFT BJV
- Wald mit Wild

Aktuelles

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Mitgliederversammlung 2020 mit Neuwahlen im September in Nürnberg

Die Mitgliederversammlung 2020 mit Neuwahlen kann im September 2020 stattfinden. Das Angebot der Messe Nürnberg bildet dafür eine gute Grundlage, denn die Messe Nürnberg ist Garant dafür, dass das Hygienekonzept perfekt umgesetzt wird. Der BJV muss unverzüglich zu dieser Mitgliederversammlung mit Neuwahlen einladen . Denn: Das Präsidium des BJV ist laut Satzung verpflichtet, so schnell wie möglich eine Mitgliederversammlung einzuberufen und durchzuführen. Und: Der Rücktritt des gesamten Präsidiums und Neuwahlen wurden den Mitgliedern in Schrobenhausen versprochen.

PS: Die Frankenhalle hat eine Fläche von 5.340 qm, das sind mindestens 9 Quadratmeter pro Delegierten.

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Adlerfutter: Warum hat sich der BJV nicht informiert?

Wie erst durch eine Pressemitteilung bekannt wurde, haben die Staatsforsten und der LBV eine Vereinbarung getroffen, demzufolge auf BaySF-Gebiet erlegtes Wild teilweise als Adler- und Bartgeierfutter verwertet werden sollte. Wir haben bei Ministerium und Generalstaatsanwaltschaft sofort darauf hingewiesen, dass nur eine ordnungsgemäße Jagd die Erlegung eines Wildtieres erlaubt. Die Gewinnung von Vogelfutter gehört nicht dazu!

Unerfreulich in diesem Zusammenhang: Obwohl der BJV laut Präsidiums-Kurzprotokoll über den Abschluss einer solchen Vereinbarung vom LBV vorab informiert wurde, hat er nicht nachgefragt und nichts unternommen.

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Bundesjagdgesetz-Novelle: Aussicht auf Verbesserung des Entwurfes

Nachdem TEAM ZUKUNFT BJV auf die durch die Jagdgesetz-Novelle drohenden Gefahren hingewiesen hat, hat der BJV die Kreisgruppen informiert, dass das Präsidium sich mit dem Thema beschäftigt. Wenn der BJV eng in die Verhandlungen eingebunden ist, stellt sich allerdings die Frage, warum wir als Mitglieder des BJV von einer geplanten Abschaffung des Abschussplanes für Rehwild oder von der Regelung, dass die Behörden unter Beteiligung von Forstbehörden Mindestabschusspläne festlegen und Dritte im fremden Revier die Erlegung vornehmen, wenn nicht erfüllt wird, nicht von unserem Verband erfahren, sondern aus den Ministerien,  aus der "Pirsch" und aus der "Wild und Hund".

TEAM ZUZKUNFT BJV ist der Überzeugung, dass solche Angriffe auf unsere Jagd sofort abgewehrt werden müssen; wir haben deshalb sofort interveniert und sind zuversichtlich, dass der neue Entwurf deutlich entschärft sein wird und uns in Bayern erlaubt, alles beim Bewährten zu belassen. Aber auch der BJV muss nun aktiv werden und der bayerischen Staatsregierung Rückendeckung geben, die alles tut, um die oben dargestellten Vorhaben zu verhindern.

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Bereits über 90.000 Euro für Gutachten in der Causa Vocke ausgegeben

Die Gutachten der Schatzmeisterin, die bis zu 50.000 Euro Schaden belegen sollten, haben den Verband bis jetzt bereits über 90.000 Euro gekostet. Der Ermittlungsbericht der Kripo stellt allerdings fest, daß der BJV maximal in einem Umfang von 1.769,20 Euro Kosten übernommen hat, die Jürgen Vocke als privat zuzuordnen sind. Im Einzelnen sind dies Kosten für Hundepension, einen Telefonanschluss und eine Feier der Geschäftsstelle zu Vocke's 75. Geburtstag. 

Und wenn das Finanzamt jetzt feststellen sollte, dass für das Dienstfahrzeug rückwirkend die 1%-Regelung gilt, wird das Geld nicht der Verband bekommen, sondern das Finanzamt. Dafür hätte man keine Mitgliedsbeiträge ausgeben sollen.















                                  Augsburger Allgemeine Zeitung, Nr. 59, Mittwoch 11. März 2020, S. 12, Bayernteil

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Bundeskriminalamt widerspricht bayerischer Ministeriums-E-Mail zur Zulässigkeit von Nachtsicht-Technik mit integriertem IR-Strahler

Das Bayerische Innenministerium und das bayerische Landwirtschaftsministerium haben den unteren Jagd- und Waffenbehörden in einer E-Mail vom 24.02.2020 geschrieben.

“Das waffenrechtliche Umgangsverbot mit Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen gemäß § 2 Abs. 3 WaffG i.V.m. Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 der Anlage 2 zu § 2 Abs. 2 bis 4 WaffG gilt nach § 40 Abs. 3 Satz 4 WaffG nicht für Inhaber eines gültigen Jagdscheins i.S.v. § 15 Abs. 2 Satz 1 BJagdG für jagdliche Zwecke.

Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze sind Geräte für Zielhilfsmittel, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen (vgl. Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 der Anlage 2 zu § 2 Abs. 2 bis 4 WaffG). Demgemäß dürfen sowohl Geräte mit Wärmebildtechnik als auch die in der Praxis üblichen Restlichtverstärker eingesetzt werden.

Letztere sind auch dann erlaubt, wenn die „elektronische Verstärkung“ technisch bedingt mit Hilfe einer künstlichen Lichtquelle (z.B. Infrarotstrahler) erfolgt. Denn insoweit ist die Regelung in Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 der Anlage 2 zu § 2 Abs. 2 bis 4 WaffG gegenüber der dortigen Nr. 1.2.4.1 (Vorrichtungen, die das Ziel beleuchten) speziell. § 40 Abs. 3 Satz 4 WaffG könnte die beabsichtigte Regelungswirkung nicht erzielen, wenn von der Ausnahme nicht die in der Praxis gebräuchlichen Restlichtverstärker mit Infrarotlicht umfasst würden. Erst Recht dürfen Jäger Vorrichtungen, die das Ziel beleuchten, ohne Restlichtverstärker einsetzen (z.B. Taschenlampen mit Verbindung zur Jagdlangwaffe).”

In einem vom BJV verbreiteten Merkblatt stellt sich das Bundeskriminalamt dagegen nunmehr auf den Standpunkt, solche Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze dürften in Verbindung mit Schusswaffen über keine integrierten Vorrichtungen zum Beleuchten oder Anstrahlen des Ziels wie z. B. Infrarot-Aufheller, Lampen etc. verfügen.