TEAM ZUKUNFT BJV
- Wald mit Wild

Aktuelles

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Ernst Weidenbusch neuer Kandidat für das Präsidentenamt

Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger haben Staatssekretär Roland Weigert gebeten, aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie ebenso wie andere Kabinettsmitglieder derzeit keine ehrenamtliche Spitzenfunktion wahrzunehmen. Diesem Wunsch wird Roland Weigert nachkommen und auf die Kandidatur für das Amt des BJV-Präsidenten verzichten. Wir von TEAM ZUKUNFT BJV können nachvollziehen, dass Bayern im Interesse der Menschen und ihrer Arbeitsplätze gerade jetzt seine ganze Aufmerksamkeit als Wirtschafts-Staatssekretär benötigt. Roland Weigert bleibt jedoch unverändert Mitglied von TEAM ZUKUNFT BJV.

TEAM ZUKUNFT BJV arbeitet für eine waidgerechte Jagd, wir möchten der Natur und den Wildtieren Raum lassen und stellen uns denen entgegen, die Wild als Schädlinge bekämpfen wollen. Das tun wir von Anfang an als Team, damit im neuen Präsidium des BJV Jägerinnen und Jäger jeden Alters und aus ganz Bayern vertreten sind und im Interesse der Jagd gedeihlich zusammenarbeiten können. 

Weil wir überzeugt sind, dass sich der Bayerische Jagdverband kompetent, durchsetzungsstark und zukunftsfähig aufstellen muss, um im Dialog mit Partnern und Politik Lösungen umzusetzen, stellen wir uns zur Wahl. „Um dieses Ziel zukünftig zu erreichen, braucht es an der Spitze eine authentische Persönlichkeit, von unbestrittener Kompetenz, vernetzt und bodenständig, kommunikativ und verbindlich, aber eben auch konfliktfähig, wenn es sein muss. Wir haben so jemanden in unseren Reihen, er wollte sich ursprünglich auf die Rolle des Justiziars beschränken. In der jetzigen schwierigen Lage des Verbandes ist er bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Wir alle im TEAM ZUKUNFT BJV sind begeistert, dass Ernst Weidenbusch zum Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes kandidieren wird.“ so Roland Weigert.

Ernst Weidenbusch (57) ist Rechtsanwalt und langjähriger Abgeordneter des Bayerischen Landtags. Der ausgewiesene Finanz- und Rechtsexperte hat als verantwortlicher Verhandlungsführer in Sachen Hypo Alpe Adria erfolgreich die Milliarden-Zahlungen Österreichs an Bayern ausgehandelt und wurde u.a. dafür von der Staatsregierung mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Er gilt nicht nur als äußerst meinungs- und verhandlungsstark, sondern auch als ausgesprochen pragmatisch und lösungsorientiert. Als Landrat-Stellvertreter ist er profunder Kenner von Verwaltungshandeln, z.B. der Unteren Jagdbehörde. Mit seiner Frau Claudia und dem Griffon-Rüden „Finzi“ lebt er in der Nähe von Salmdorf im Landkreis München; beide sind leidenschaftliche Jäger (Jagdaufseher), passionierte Fliegen-Fischer und Falkner. 

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TEAM ZUKUNFT BJV beginnt Dialog mit den Kreisgruppen

TEAM ZUKUNFT BJV bietet allen Bezirksgruppen an, sich noch vor der Landesversammlung in Nürnberg in tatsächlichen oder virtuellen Treffen den Bezirksgruppen vorzustellen. Wie bereits vor dem abgesagten Landesjägertag in Lindau angekündigt, wollen wir unsere Vorschläge und Ideen mit den Kreisgruppen besprechen und dabei miteinander die besten Lösungen für den Bayerischen Jagdverband entwickeln und umsetzen. 

Die Treffen finden zu den folgende Terminen statt:

28. September 2020, 18:00 Uhr                  Bezirksversammlung mit den Kreisgruppen des Bezirks Oberfranken

29. September 2020 , 19:00 Uhr                 Videokonferenz mit den Kreisgruppen des Bezirks Schwaben

30. September 2020, 19:00 Uhr                  Videokonferenz mit den Kreisgruppen des Bezirks Unterfranken

1. Oktober 2020, 19:00 Uhr                          Videokonferenz mit den Kreisgruppen des Bezirks Niederbayern

5. Oktober 2020, 19:00 Uhr                          Videokonferenz mit den Kreisgruppen des Bezirks Oberbayern

6. Oktober 2020 , 19:00 Uhr                         Videokonferenz mit den Kreisgruppen des Bezirks Oberpfalz

12. Oktober 2020, 19:30 Uhr                         Bezirksvorstandssitzung des Bezirks Mittelfranken

TEAM ZUKUNFT BJV übermittelt den Vorsitzenden der Kreisgruppen Einladungen zu den jeweiligen Videokonferenzen mit dem jeweiligen Zugangscode; bei diesen Terminen werden sich unsere Kandidaten vorstellen und stehen für Fragen zur Verfügung. Kreisvorsitzende, die beim Termin ihres Bezirkes nicht teilnehmen können, können unter info@team-zukunft-bjv.de einen Zugangscode für einen der anderen Termine anfordern.

TEAM ZUKUNFT BJV hat bereits Vorschläge dargelegt, die wir mit Euch diskutieren wollen. Wir stehen für Wald mit Wild, wir wollen eine intensivere Beschäftigung mit Niederwild, eine stärker fachliche Ausrichtung der "Jagd in Bayern" und z. B. die Übernahme der Jägerprüfung im Auftrag des Landwirtschafts-Ministeriums. 

TEAM ZUKUNFT BJV möchte mit einem klaren Konzept die bestehenden Probleme des Verbandes bewältigen, die Intrigen der Vergangenheit hinter sich lassen und mit den Mitgliedern die positive Zukunft der bayerischen Jagd gestalten. Wir legen unsere Ideen dazu vor, damit nach der Landesversammlung in Nürnberg endlich wieder konsequent für die Interessen der bayerischen Jagd gearbeitet wird.

DABEI MITZUARBEITEN, DAZU LADEN WIR ALLE KREISGRUPPEN EIN.

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Stellungnahme zum Entwurf der Bundesjagdgesetz-Novelle
  

ZUSAMMENFASSUNG 


Wir müssen allen bayerischen Bundestags-Abgeordneten, Mitgliedern der Bundesregierung und der Bayerischen Staatsregierung deutlich machen, dass für uns bayerische Jäger 

 

  1. die Aufnahme der Naturverjüngung des Waldes ohne Schutzmaßnahmen als Ziel,
  2. die Einführung eines Mindestabschusses und
  3. die Bewertung des Rehwildes als Schadwild

nicht akzeptabel sind und deshalb diese Punkte nicht Gesetz werden dürfen. 

Ernst Weidenbusch, Roland Weigert & Robert Pollner


IM EINZELNEN:

§ 1 Inhalt des Jagdrechts
  
Die Einfügung in § 1, dass die Hege insbesondere die Naturverjüngung des Waldes im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen soll, lehnen wir ab. Das bedeutet nämlich nichts anderes, als dass der Grundsatz „Wald vor Wild“ jetzt auch ins Bundesjagdgesetz aufgenommen werden soll, wenn auch mit anderen Worten. 
  
§ 15 Allgemeines - Jagdschein
  
Eine bundesweite Vereinheitlichung der Jägerausbildung auf höherem Niveau mit der Möglichkeit, in Bayern noch ein bisschen mehr zu verlangen, begrüßen wir. 
  
Die Einführung eines verpflichtenden Schießübungsnachweises als Voraussetzung für die Teilnahme an einer Gesellschaftsjagd erachten wir als diskussionswürdig. Soweit dies nicht zu einer Wiederholung der Schießprüfung führt (kein Treffernachweis) und auf 25 Schuß Schrot bzw. 10 Schuß Kugel beschränkt bleibt (so im Gesetzesentwurf erläutert unter Ziffer 4. Erfüllungsaufwand), könnten wir uns das eventuell vorstellen. 
  
§ 17 Versagung des Jagdscheines
  
Die Erhöhung der Haftpflicht-Mindestsumme auf 3 Mio. Euro ist unproblematisch, da dies bereits jetzt Standard bei den Versicherungen ist. 
  
Abschnitt IV a – Anforderungen an das Erlegen mit Schusswaffen
  
Kein bayerischer Jäger wird darauf bestehen, mit Blei-Geschossen zu jagen, wenn es Alternativen mit zuverlässiger Tötungswirkung gibt. Diesen Nachweis nennt der Entwurf als Voraussetzung für eine Umstellung. Nachdem bestehende Munitionsvorräte in jedem Fall aufgebraucht werden dürfen, sind vorhandene Patronen auch nicht plötzlich wertlos. 
  
Die Umstellung von Mindestkaliber und Mindest-Auftreffenergie des Geschosses auf die Mindest-Energieabgabe innerhalb des Wildkörpers begrüßen wir, weil diese Methodik der jagdlichen Realität deutlich mehr entspricht. 
  
§ 21 Abschußregelung
  
Die Einfügung „und die Ermöglichung einer Naturverjüngung im Wald im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen“ als Maßgabe für die Abschussplanung lehnen wir kategorisch ab. Diese „Wald vor Wild“-Philosophie hat in einem Jagdgesetz nichts zu suchen, es ist der untaugliche Versuch, das Wild für die Fehler der Forstwirtschaft verantwortlich zu machen und uns Jäger zu Schädlingsbekämpfern zu degradieren. 
  
Ein Mindestabschuss von Rehwild mit Festlegung und Durchsetzung durch die Behörde auf der Grundlage des Vegetationsgutachtens kommt für uns nicht in Frage; die Gleichsetzung von Rehwild mit Schwarzwild als Schadwild ist ein unerträglicher Angriff auf die deutsche Waidgerechtigkeit. 
  
Daran ändert auch die vermeintliche Länderöffnungsklausel nichts, die zwar erlauben würde, in Bayern weiterhin einen Abschussplan aufzustellen, diesen Abschussplan aber gleichzeitig zum Mindestabschuss erklärt mit der Folge, dass ein Überschiessen nicht einmal mehr nachgenehmigt werden müsste. 
  
§ 27 Verhinderung übermäßigen Wildschadens
  
Auch den dritten Versuch, durch die Einfügung „sowie die Erfordernisse einer Naturverjüngung des Waldes im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen“ den Grundsatz „Wald vor Wild“ ins Bundesjagdgesetz zu schreiben, lehnen wir ab. 


TEAM ZUKUNFT BJV bringt die Interessen der bayerischen Jäger kraftvoll in die Diskussion ein; wir sprechen mit den Leuten, die bei dieser Reform wirklich etwas zu sagen haben. Großer Dank gilt schon jetzt der bayerischen Staatsregierung, namentlich Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Jagdreferentin Helene Bauer, denen es zu verdanken ist, dass wir zumindest Ideen wie die Verkürzung der Mindest-Pachtzeit auf 3 Jahre schon vorab verhindern konnten. 

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Sebastian Ziegler erwirkt Zusage des Ministeriums: Rebhuhn bleibt jagbar!

Aufgrund seiner Iniative bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat Sebastian Ziegler (TEAM ZUKUNFT BJV) vom Ministerium schriftlich bestätigt bekommen, "dass es im Rahmen der derzeitigen Novellierung des BJagdG nicht die Absicht des BMEL ist, ein bundesweites Bejagungsverbot des Rebhuhns oder eine Herausnahme aus dem Jagdrecht zu erwirken." Besonders gut gefallen hat uns natürlich die Begründung dazu: "Solange das Rebhuhn als jagbare Art erhalten bleibt, profitiert es von den vielseitigen Hegemaßnahmen durch die Jägerschaft. Hierzu gehört neben der Lebensraumverbesserung auch eine angemessene Prädatorenbejagung."

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Projekt "Adlerfutter" von BaySF und LBV

Wie erst durch eine Pressemitteilung bekannt wurde, haben die Staatsforsten und der LBV eine Vereinbarung getroffen, demzufolge auf BaySF-Gebiet erlegtes Wild teilweise als Adler- und Bartgeierfutter verwertet werden sollte. Wir haben bei Ministerium und Generalstaatsanwaltschaft sofort darauf hingewiesen, dass nur eine ordnungsgemäße Jagd die Erlegung eines Wildtieres erlaubt. Die Vor-Ort-Gewinnung von Vogelfutter gehört nicht dazu!

Denn: Was erlegt wird, muss geborgen und in die Wildkammer verbracht werden. Danach können die BaySF nicht verwertbare Teile geschossener Wildtiere - soweit gesetzlich zulässig - wieder an den Erlegungsort verbringen.

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Bereits über 85.000 Euro für Gutachten in der Causa Vocke ausgegeben

Die Gutachten der Schatzmeisterin, die bis zu 450.000 Euro Schaden belegen sollten, haben den Verband bis jetzt bereits über 85.000 Euro gekostet. Der Ermittlungsbericht der Kripo stellt allerdings fest, daß der BJV maximal in einem Umfang von 1.769,20 Euro Kosten übernommen hat, die Jürgen Vocke als privat zuzuordnen sind. Im Einzelnen sind dies Kosten für Hundepension, einen Faxanschluss und eine Feier der Geschäftsstelle zu Vocke's 75. Geburtstag. 

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Zulässigkeit von Nachtsicht-Technik mit integriertem IR-Strahler

Das Bayerische Innenministerium und das bayerische Landwirtschaftsministerium haben den unteren Jagd- und Waffenbehörden in einer E-Mail vom 24.02.2020 geschrieben.

“Das waffenrechtliche Umgangsverbot mit Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen gemäß § 2 Abs. 3 WaffG i.V.m. Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 der Anlage 2 zu § 2 Abs. 2 bis 4 WaffG gilt nach § 40 Abs. 3 Satz 4 WaffG nicht für Inhaber eines gültigen Jagdscheins i.S.v. § 15 Abs. 2 Satz 1 BJagdG für jagdliche Zwecke.

Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze sind Geräte für Zielhilfsmittel, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen (vgl. Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 der Anlage 2 zu § 2 Abs. 2 bis 4 WaffG). Demgemäß dürfen sowohl Geräte mit Wärmebildtechnik als auch die in der Praxis üblichen Restlichtverstärker eingesetzt werden.

Letztere sind auch dann erlaubt, wenn die „elektronische Verstärkung“ technisch bedingt mit Hilfe einer künstlichen Lichtquelle (z.B. Infrarotstrahler) erfolgt. Denn insoweit ist die Regelung in Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2 der Anlage 2 zu § 2 Abs. 2 bis 4 WaffG gegenüber der dortigen Nr. 1.2.4.1 (Vorrichtungen, die das Ziel beleuchten) speziell. § 40 Abs. 3 Satz 4 WaffG könnte die beabsichtigte Regelungswirkung nicht erzielen, wenn von der Ausnahme nicht die in der Praxis gebräuchlichen Restlichtverstärker mit Infrarotlicht umfasst würden. Erst Recht dürfen Jäger Vorrichtungen, die das Ziel beleuchten, ohne Restlichtverstärker einsetzen (z.B. Taschenlampen mit Verbindung zur Jagdlangwaffe).”

Nachdem der BJV ein Merkblatt des BKA mit dem Inhalt verbreitete, solche Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze dürften in Verbindung mit Schusswaffen über keine integrierten Vorrichtungen zum Beleuchten oder Anstrahlen des Ziels wie z. B. Infrarot-Aufheller, Lampen etc. verfügen, stellten die Ministerien klar: Dieses Merkblatt gilt nicht für Bayern!